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Geschichte Limni Keri - Zakynthos |

Limni Keriou ist schon seit
vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. In der Naehe von Kastelo
wurden 1936 Arbeitsgeraete gefunden. Geschirr aus Muscheln
fuehrt uns zurueck bis in die fruehe Steinzeit.
Der Hafen von Limni Keriou war in der Antike
der bekannteste Hafen von Zakynthos, Knotenpunkt fuer den
Handel der Insel. Er war sehr gross und wurde fuer Handel
und Krieg genutzt. Der Hafen wurde von den Athener,
Lakoniern und Roemern benutzt.
Deshalb bevorzugten alle Stadtstaaten in der
Antike Zakynthos als Mitkaempfer.
Limni Keriou ist seit dem geschichtlichen
Zeitalter besiedelt. Beim heutigen KASTELLO wurde im Jahre
1936 eine Sammlung von Werkzeugen entdeckt. Die ebenso dort
gefundenen Keramikschalen lassen auf das Steinzeitalter
schliessen.
Der malerische Hafen von Limni Keriou ist
der beruehmte antike Hafen von Zakynthos, ebenso beruehmt
schon waehrend der Antike, welcher einen bedeutenden
Handelsknoten der gesamten Insel darstellte. Er war sehr
gross nd wurde sowohl fuer Handels- als auch fuer
Kriegszwecke benutzt.
Der Hafen wurde von den Lakoniern, den
Athenern und den Roemern benutzt. Aus diesem Grunde zogen es
saemtliche Stadt-Staaten waehrend der Antike vor, sich mit
Zakynthos zu verbuenden.
Der Strand und der Hafen von Limni Keriou
waren waehrend der Antike unter den Namen “NAFTHI” (Erdoel)
bekannt. Der Name “LIMNI” (See) wird zum ersten Mal von
Herodot erwaehnt, waehrend seiner Reise nach Italien.
Er besucht die Gegend ca 500 v.Chr.
Folgendes wurde von ihm festgehalten:
“Ich selber sah Teer aus einem See und Wasser
heraussprudeln. Und in dieser Gegend gibt es noch mehr Seen,
der groesste davon hat eine Flaeche von 70 Fuss und seine
Tiefe betraegt 2 Faden, in diesen wird ein Stab
hinabgelassen, damit wird der Teer nach oben geholt, welcher
nach Asphalt riecht. Der Teer wird in eine grosse
ausgehobenen Grube nahe dem See gegossen, und wenn genuegend
gesammelt wurde, wird der Teer in Amphoren gefuellt.

Und was immer aus Versehen in den See faellt,
unterirdisch weiterfliessend, erscheint wieder im Meer,
welches ca. vier Stadien entfernt ist.”
Waehrend der Antike kam man aus
verschiedenen Orten der damals bekannten Welt, nahm den
Teer, vermischte diesen mit Retsini (Harz) und benutzte
dieses um die Schiffe abzudichten und zu streichen.
Heute befindet sich die Teerquelle nahe der
Hauptstrasse, ca. 500 m vom Meer entfernt. Sie traegt den
Namen “Quelle des Herodot”und auch heute noch sprudelt
klares, trinkbares Quellwasser heraus.
Es gibt auch noch andere Quellen, aus denen
Wasser heraussprudelt(ca 15 Quellen), welche 3 kleine
Fluesse bilden, die zwischen dem Schilf und den kleinen
Bruecken durchfliessen und im Meer muenden. In den
Fluesschen leben Aale und Sumpfschildkroeten.
Frueher gab es zwischen den 3 Fluessen
Felder mit Rosinen und Weintrauben. Die Bewohner bewahrten
dieses schwierige Stueck Land fruchtbar, und wenn es noetig
wurde, reinigten alle zusammen die Hauptfluesse und
schuetzten so den Anbau vor Ueberschwemmungen.
Die Felder wurden zerstoert, als waehrend
der Balkanischen Kriege Arbeitshaende zur Flussreinigung
fehlten, mit dem Ergebnis der Ueberschwemmungen und
Zerstoerung der Felder.
Auf den Anhoehen Castello und Paliopirgo,
linker- und rechterhand vom Hafen gab es Besfestigungen, die
den Eingang des Hafens schuetzten. Ueber Jahrhunderte hinweg
pluenderten die Sarazenen und Barbaren – Piraten - das
Gebiet.
Diese staendigen und schrecklichen
Ueberfaelle haben starke Spuren im geschichtlichen
Gedaechtnis hinterlassen.
Von diesen Ueberfallen ist besonders jener
unvergessen geblieben, welcher an die Menschenhoehle
erinnert.
Ueber diese Hoehle gibt es folgende
Volkssage:
Als eines Tages algerische Piraten im Hafen
von Limni Keriou von Bord gingen, verliessen alle Bewohner
der Umgebung ihre Haeuser und versteckten sich in den Bergen
und in den Hoehlen. Die Piraten begegneten jedoch einem
Hund, welcher schnuppernd herumlief. Sie folgten ihm und
erreichten eine Hoehle, in welcher sich 150 Maenner, Frauen
und Kinder versteckt hielten. Um die Menschen
herauszubekommen, entfachten sie am Hoehleneingang ein
grosses Feuer. So kamen alle ausser einer Frau durch den
Rauch um.
Auf Grund dieses tragischen Ereignisses wurde
auch der Berg, in dem die Hoehle liegt, “Menschenhoehle”
genannt.
Sofort nach diesem Ereignis zogen die Piraten weiter
Richtung Keri. Ploetzlich, kurz vor dem Dorf, ereignete sich
etwas Seltsames: Sie waren ploetzlich von so dichtem Nebel
umgeben, dass sie nichts mehr um sich herum erkennen
konnten. Da sie so nicht weiter voranziehen konnten und
voellig ihre Orientierung verloren, waren die Piraten
gezwungen, wieder zu ihren Schiffen zurueck zukehren und
fuhren dann auch abī.
Die Kerioten glaubten, dass sie durch ein
Wunder gerettet wurden, welches die Ikone der Heiligen
Jungfrau von Keri vollbrachte. Um die Heilige Jungfrau zu
ehren, bauten die Kerioten an der Stelle des Klosters, das
bis zu der Zeit bestand, eine alles ueberstahlende Kirche,
welche sehr bekannt wurde.
Auf der Stelle, wo die Piraten den Rueckzug
antreten mussten, errichteten die Bewohner ein Mahnmal fuer
das Wunder der Heiligen Jungfrau. Dieses Mahnmal steht auch
heute noch dort.
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